Zum Inhalt springen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

Weiter einkaufen

MEHR ENTDECKEN

CLEW Independence 1.0 BlackCLEW Independence 1.0 Black
Angebot379.00 €
CLEW Decoded WhiteCLEW Decoded White
Angebot549.00 €
CLEW Cozy Fleece Sage GreenCLEW Cozy Fleece Sage Green
Angebot110.00 €
CLEW Magnetic Goggle PurpleCLEW Magnetic Goggle Purple
Angebot169.00 €
CLEW Merino Facemask PurpleCLEW Merino Facemask Purple
Angebot35.00 €
CLEW Ride SocksCLEW Ride Socks
Angebot35.00 €

CLEW Snowboard Bindings F/W 2026/27 Preview

8. Jan 20266 Min. Lesezeit

Interview mit Jakob Schneider, CTO von CLEW

Wie würdest du die Snowboard-Binding-Saison 2024/25 in Bezug auf Marktentwicklung und Nachfrage beschreiben?

Die Saison 24/25 war für uns wieder eine richtig starke Saison. Wir hatten einen starken Sell-through, viel Momentum in den USA und mehr Rider als je zuvor, die zum ersten Mal auf CLEW gestiegen sind.

Was uns besonders stolz macht: Unser Wachstum kommt nicht nur von bestehenden Kunden. Immer mehr Rider wechseln nach dem ersten Test von traditionellen Bindings zu CLEW. Das zeigt uns, dass wir echtes Vertrauen in unser Produkt aufbauen.

Ein großer Teil dieses Erfolgs kommt aus unserer Community und von unseren Retail-Partnern weltweit. Wir haben starke Beziehungen aufgebaut – nicht nur zu großen Händlern, sondern auch zu vielen kleinen, lokalen Shops. Egal, wie viele Paare sie bestellen, wir schätzen jeden einzelnen Partner. Und dafür sind wir allen unglaublich dankbar, denn unsere Stärke kommt genau aus diesem vielfältigen Netzwerk.

Welche aktuellen Trends prägen den Binding-Markt – etwa bei Preisen, Kundenwünschen, im Handel oder bei den Zielgruppen?

Wie alle – Marken und Rider gleichermaßen – spüren auch wir die Auswirkungen von Inflation und steigenden Kosten.

Trotzdem haben wir beim Preis der Freedom 1.0 für die Saison 24/25 bewusst nicht nachgegeben, weil wir ohne Kompromisse einen echten Mehrwert bieten wollten.

Mit der Einführung der Independence 1.0 für 25/26 haben wir stark in neue Maschinen, Werkzeuge, Formen, Mitarbeiter und natürlich in die Entwicklung des neuen Modells investiert. Trotzdem haben wir die brandneue CLEW-Binding preislich konkurrenzfähig gehalten – gerade für ein komplett in Deutschland gefertigtes Produkt auf diesem Qualitätsniveau.

Wir sind überzeugt, dass Rider den Wert erkennen, den sie mit CLEW bekommen.

Unsere Zielgruppe wächst dabei in beide Richtungen. Jüngere Rider lieben die Innovation, das Design und die Geschwindigkeit des Systems. Gleichzeitig bekommen wir viel positives Feedback von älteren Ridern, die Komfort, Einfachheit und das solide Fahrgefühl unserer Bindings schätzen.

Das ist eine gute Mischung und zeigt, dass CLEW verschiedene Generationen von Snowboardern anspricht.

Was war zuletzt die größte Herausforderung für eure Marke – vom veränderten Konsumverhalten über Zölle bis hin zu Problemen in der Lieferkette?

Ich würde sagen, dass wir vom veränderten Konsumverhalten sogar profitieren.

Immer mehr Rider wechseln von traditionellen Bindings zu Step-in-Systemen – und dieser Trend spielt uns natürlich direkt in die Karten.

Natürlich machen Zölle und schwankende Wechselkurse die Situation schwieriger. Aber als junges Unternehmen können wir schnell auf Veränderungen im Markt reagieren.

Und weil wir in Deutschland produzieren, stehen wir nicht vor dem gleichen Druck, den wir hätten, wenn unsere Produktion außerhalb Europas stattfinden würde.

Das gibt uns deutlich mehr Stabilität und Kontrolle und gleichzeitig die Flexibilität, auch in einem turbulenten globalen Marktumfeld schnell zu reagieren.

Was ist die zentrale Mission bzw. Philosophie von CLEW und wie beeinflusst sie die Entwicklung und Positionierung eurer Bindings?

Wir wollen Snowboarding voranbringen.

Jede Entscheidung, die wir treffen, beginnt beim Rider und endet bei der Performance. Das Ziel ist einfach: weniger Zeit mit Ratschen verbringen und mehr Zeit auf dem Berg.

Unsere brandneuen Bindings sind schnell, intuitiv und für die Anforderungen des modernen Snowboardens entwickelt.

Wir produzieren alles in Deutschland. Dadurch haben wir die volle Kontrolle über jeden Schritt – von der ersten Entwicklung bis zur Produktion. So können wir uns ständig verbessern, schneller reagieren als andere und gleichzeitig die volle Verantwortung für die Menschen und Prozesse hinter unseren Produkten übernehmen.

Wir positionieren CLEW als die Wahl für Rider, die Performance und Komfort wollen und gleichzeitig Wert auf deutsche Handarbeit und Qualität legen.

Wir wollen stärker zeigen, was CLEW wirklich ausmacht. Die Performance unserer Bindings muss bei allem, was wir machen, im Mittelpunkt stehen.

Wir wollen uns davon wegbewegen, nur den Step-in-Moment zu zeigen, und stattdessen mehr darauf eingehen, was danach passiert.

Wir werden zeigen, wie das Produkt auf höchstem Niveau performt – von Big-Mountain-Lines in den Anden bis zu den größten Kickern Europas.

Gleichzeitig wollen wir mehr von unserer Produktion zeigen und die Präzision, die in jedem einzelnen Teil steckt.

Unser Ziel ist, dass Rider sehen und spüren können, was CLEW anders macht.

Performance, Qualität und Authentizität werden jedes Content-Piece bestimmen, das wir veröffentlichen.

Wie hat sich CLEW in den vergangenen Jahren im Binding-Markt entwickelt?

Wir sind von einer Idee zu einer Bewegung geworden.

Vor ein paar Jahren waren Step-in-Systeme noch ein Randthema. Heute spricht jeder darüber.

Wir haben ein Produkt entwickelt, das funktioniert, es unter Druck bewiesen und das Vertrauen von Ridern gewonnen, die früher auf traditionelle Straps geschworen haben.

Die Produktion in Deutschland ist dabei ein riesiger Vorteil für uns. Produktion und Entwicklung sind direkt miteinander verbunden. Das bedeutet, dass wir jeden Tag testen, optimieren und verbessern können.

Diese Geschwindigkeit und Präzision bestimmen, wie wir arbeiten und wie wir wachsen.

Wer ist euer Ziel-Rider für die Saison 26/27 und wie hat sich dieses Profil in den letzten Jahren verändert?

Am Anfang haben viele Leute uns einfach als die neue Marke mit der Step-in-Idee gesehen.

Heute sehen sie uns als ernstzunehmenden Konkurrenten zu den großen Namen im Binding-Markt.

Das CLEW-Produkt hat sich stark weiterentwickelt. Unser System ist schneller, leichter und stärker geworden. Aber die größte Veränderung ist, wie stark die Community rund um unsere Marke gewachsen ist.

Alsoooo, grundsätzlich waren es früher vor allem Early Adopters, die etwas Neues ausprobieren wollten.

Heute sind es alle, die Wert auf Zeit, Performance und ein funktionierendes Design legen.

Jüngere Rider wollen Innovation.

Erfahrene Rider wollen Komfort und Zuverlässigkeit.

Beide finden bei CLEW, was sie suchen.

Der Wandel im Markt ist also bereits passiert – und wir stehen genau im Zentrum davon.

Welche Produktbereiche oder Binding-Styles werden eurer Meinung nach 26/27 das größte Wachstum bringen?

All-Mountain bleibt der Kern, weil die meisten Menschen einfach so fahren.

Freeride wächst schnell, besonders in Regionen, in denen Verarbeitungsqualität und Zuverlässigkeit besonders wichtig sind. Wobei es natürlich stark auf die Schneequalität ankommt.

Freestyle bleibt ebenfalls wichtig, weil dort neue Ideen ausprobiert werden.

Mit der neuen Independence gehen wir bei Performance und Komfort noch einen Schritt weiter und schaffen die Grundlage für die nächste Wachstumsphase.

BINDING SPEZIFISCH

Welche technischen Innovationen bringt ihr für 26/27 – bei Buckles, Straps, Highbacks, Baseplates, Heel Cups usw.?

Bei CLEW findet gerade ein großer Generationswechsel von der bisherigen Freedom-Serie zur neuen Independence Generation statt.

Ab 2026 wird unsere gesamte Produktion auf die neueste Binding-Generation umgestellt.

Die Independence Bindings stellen im Vergleich zu allen bisherigen Modellen einen deutlichen Technologiesprung dar.

Der Fokus liegt vor allem auf Gewichtsreduzierung und noch besserer Performance.

Dazu kommen verschiedene neue Features, darunter eine werkzeuglose Längenverstellung der Straps, eine neue Generation verriegelbarer Buckles und zum ersten Mal ein integriertes Canting direkt in der Baseplate.

Da sich das Highback bei CLEW von der Baseplate trennen lässt, könnten in Zukunft unterschiedliche Highbacks und Baseplates miteinander kombiniert werden.

Außerdem wird es möglich sein, über das Click-System direkt vom Snowboard auf Schneeschuhe zu wechseln.

Arbeitet ihr mit neuen Materialien, Konstruktionen oder Performance-Features?

Um gleichzeitig Gewicht zu reduzieren und die Haltbarkeit zu erhöhen, verwenden wir ein Material, das exklusiv für uns hergestellt wird. Es enthält besonders dünne, lange Glasfasern, die in mehrere Komponenten der Binding integriert werden.

Zusätzlich testen wir aktuell weitere Materialien, um verschiedene Eigenschaften wie Flexibilität, Schlagfestigkeit und Gewicht zu beeinflussen.

Ein weiteres besonderes Herstellungsmerkmal ist unsere Sole, die im 2-Komponenten-Spritzgussverfahren hergestellt wird und eine verschleißfeste TPU-Oberfläche besitzt.

Gibt es neue Designrichtungen, Kollaborationen oder Special Editions für die 26/27-Kollektion?

Wir bleiben unserem zeitlosen Design treu, das auf einfachen, funktionalen Formen basiert.

CLEW steht nicht für auffällige Grafiken oder bunte Elemente auf den Bindings.

Technische Features wie der Edelstahl-Ziehgriff bleiben bewusst in ihrer natürlichen Oberfläche.

Entwickelt ihr eure Quick-Entry-/Step-in-Systeme weiter und wie wird sich die Nachfrage danach entwickeln?

Wir waren von Anfang an davon überzeugt, dass Snowboarder in Zukunft bei der Performance keine Kompromisse mehr eingehen müssen, nur weil sie ein Step-in-System nutzen.

Wir sehen uns als Pioniere im Step-in-Bereich und stehen voll hinter unserer patentierten Technologie.

Was tut ihr im Bereich Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Produktion – bei Materialien, Prozessen oder über den gesamten Produktlebenszyklus?

CLEW steht für verantwortungsvolle Produktion „Made in Germany“ nach höchsten industriellen Standards.

Bei der Produktentwicklung berücksichtigen wir den gesamten Lebenszyklus.

CLEW Bindings können auch nach Ablauf der Garantie repariert werden und sind so konzipiert, dass sie besonders einfach zu warten sind.

Für Händler und Kunden ist es außerdem sehr unkompliziert, Ersatzteile zu bekommen. Und unser Kundenservice ist extrem schnell und unkompliziert.

Konzentriert ihr euch für 26/27 auf bestimmte Zielgruppen wie Freeride, Freestyle, Women’s, Youth oder Entry-Level?

Unser aktueller Fokus liegt auf Piste und Freeride, wobei die Zielgruppe sehr vielfältig ist.